Mitglied werden

Um über das 1korn Lebensmittel zu beziehen, muss man Mitglied werden. Das kann prinzipiell jede und jeder, der/die an Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft interessiert und auch dazu bereit ist, selbst mitzuhelfen. Denn eine Foodcoop funktioniert nur mit aktiver Teilnahme ihrer Mitglieder.

Der Aufnahmeprozess

Schick bitte ein Mail mit deiner Interessensbekundung und gerne auch ersten Fragen an mitmachen[at]1korn.at. Wenn du Interesse am Einstieg in unsere Abspaltung in der Ottakringerstraße 18 hast, wende dich bitte an info[at]radieschenbund.at.
Du bekommst dann eine Antwort mit ersten Details und wirst in Folge zum Einstiegstreffen eingeladen.

Die persönliche Teilnahme an einem solchen Treffen ist Vorbedingung zum Einstieg in die Foodcoop. Dabei erzählen wir euch alles Wissenswerte zur Funktionsweise und drumherum. Und ihr könnt uns so lange ausfragen, bis alle Unklarheiten beseitigt sind.
Im Anschluss bekommst du nochmal ausführliche Infos zugeschickt und kannst dich entscheiden, ob das 1korn die richtige Foodcoop für dich ist. Nach Besuch eines Plenums, bei dem du deine Mitgliedschaft bekannt gibst, und nach Einzahlung des Einstiegsbeitrags von 30 Euro (eine Art Kaution) bist du offiziell Mitglied.

Entscheidungshilfen

Bevor du dich an uns wendest sind vielleicht folgende Hinweise und Fragestellungen hilfreich, um zu entscheiden ob eine Foodcoop bzw. das 1korn überhaupt das Richtige für dich ist:

  • Eine Foodcoop ist keine billigere Alternative zum Supermarkt. Es geht nicht darum, günstiger an Nahrungsmittel zu kommen, sondern bewusster. Der Mehrwert liegt in der Qualität der Nahrungsmittel, in einem gesteigerten eigenen Bewusstsein über seine Ernährung und in der direkten Beziehungen zu den ProduzentInnen.
  • Bin ich bereit dafür Zeit und Arbeit zu investieren? Mitgliedschaft in einer Foodcoop macht nur Sinn, wenn man sich einbringt. Zum einen funktioniert die Foodcoop nur dann, zum anderen bekommt man dadurch noch viel mehr als einfach nur Nahrungsmittel: Austausch mit Menschen, neue Bekanntschaften und Freundschaften, frische Ideen, ein erweitertes Verständnis der Nahrungsmittelproduktion und vieles mehr.
  • Werde ich regelmäßig über die Foodcoop beziehen? Aufgrund der laufenden Kosten – vor allem die Lagermiete –, ist ein monatlicher Mitgliedsbeitrag nötig. Das hat den Nebeneffekt, dass die Mitgliedschaft in der Foodcoop nur sinnvoll ist, wenn sie halbwegs aktiv genutzt wird.
  • Ist die Foodcoop das richtige Modell für mich? Es gibt verschiedene Wege, sich mit biologisch produzierten Nahrungsmitteln zu versorgen, je nachdem, wie sehr man sich selbst einbringen und mit dem Thema auseinandersetzen will. Am einfachsten (und zweifelhaftesten) sind Bioprodukte aus dem Supermarkt. Danach kommen Bioläden und das immer noch recht unkomplizierte Biokistl. Eine Foodcoop bedeutet deutlich mehr Enagement aber auch mehr Kontrolle und Bewusstsein über die eigene Ernährung. Noch mehr Verantwortung bringt die Mitgliedschaft in einer CSA (Community Supported Agriculture) mit sich.
  • Welches Angebot erwarte ich von meiner Foodcoop? Das 1korn versucht die Küchen seiner Mitglieder möglichst umfassend zu versorgen. D.h. dass wir nicht nur Milchprodukte, sondern auch Fleisch über unsere Foodcoop gemeinsam beziehen wollen. Wem eine vegetarische oder vegane Foodcoop wichtig ist, sei die Suche nach einer solchen ans Herz gelegt. Eine vegane Foodcoop gibt es beispielsweise im 15. Bezirk (siehe Absatz „Alternativen“).
    Zudem verstehen wir den Begriff „Regionalität“ nicht rein geographisch, sondern finden auch Betriebe akzeptabel die zwar weiter entfernt lokalisiert sind, dafür aber der Foodcoop-Idee nahe stehen. Zudem beziehen wir Produkte, auf die wir schwer verzichten können, die aber im Raum Wien nicht hergestellt werden können, lieber über die Foodcoop, als dann doch wieder in den Supermarkt zu müssen. Darunter fallen beispielsweise Kaffee, Olivenöl, Hartkäse oder Zitrusfrüchte.

Alternativen

Falls das 1korn aufgrund seiner Lage oder aus anderen Gründen nicht die richtige Foodcoop für dich ist, können wir nur empfehlen, es bei einer anderen zu versuchen oder selbst eine zu gründen. Mehr Infos zu beidem finden sich auf www.foodcoops.at